

In unserem Leben sind wir oft virtuell unterwegs und damit auf das Denken fokussiert. Im Zendo hingegen, das ganz der Meditation gewidmet ist, sind wir mit allen Sinnen gegenwärtig. Die Sangha (Gemeinschaft der Meditierenden) ermöglicht eine zwischenmenschliche Verbindung, die nicht von einem Arbeitsverhältnis, einer partnerschaftlichen Beziehung oder anderen sozialen Bündnissen geprägt ist. Im offenen Feld des Zen wird mit der spirituellen Freundschaft keine Gabe von anderen erwartet – das freie Zusammensein ist ganz auf den Dharma (Buddhas Lehre) ausgerichtet.
Dieser Forums-Abend ist der Gestalt und Gestaltung der Sangha gewidmet. Wir erkunden zusammen das kostbare «dritte Juwel» (Drei Juwelen: «Buddha, Dharma, Sangha») und fragen uns, wie wir die Gemeinschaft wahrnehmen und zukünftig gestalten wollen. Welche Umgangsformen wollen wir uns geben? Was hilft uns, was ist hinderlich? Was heisst Gleichberechtigung im Zendo? Welche Austauschmöglichkeiten und Ausdrucksformen wünschen wir uns? Welchen Einfluss haben die Gestaltung der Zen-Kurse und die gepflegten Formen?
Nach einem Input tauschen wir uns in kleinen Kreisen aus, begleitet von einem Text. Im anschliessenden Plenum sammeln wir Ideen für die Zukunft, sprechen über momentane Empfindungen und vergangene Erfahrungen in und mit der Sangha.